Menschenkette zum Klimagipfel in Paris

Umwelt


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Alle Jahre wieder erreichen uns pünktlich zur Klimakonferenz düstere Bilder der Ursachen und Auswirkungen des weltweiten Klimawandels: Menschen mit Atemmasken in vom Smog verhüllten chinesischen Städten, schwarz qualmende Kohlekraftwerksschlote, abschmelzende Gletscher, Eisbären im schwindenden arktischen Eis, Wüsten auf ehemaligem Ackerland in der Sahelzone.
Den Menschen läuft die Zeit davon – die Zunahme von Wetterextremen wie Dürren, Überschwemmungen, Tropenstürmen und Unwettern hat die Menschheit bereits erreicht und droht in den nächsten Jahrzehnten Millionen die Lebensgrundlage zu entziehen. Aktuell ist es in Mode, den Schwarze Peter gern den vermeintlich „sichtbaren“ Klimasündern, wie z.B. China, Indien oder Polen zuzuschieben, um von den eigenen Versäumnissen im Klimaschutz abzulenken. So hat Deutschland bereits große Teile seiner Chemie- und Schwerindustrie erfolgreich in Länder mit niedrigeren Umwelt- und Beschäftigungsstandards ausgelagert.

Zur Zeit sitzen 147 Staats- und Regierungschefs in der französischen Hauptstadt zusammen und streiten über Temperaturziele, „Klimafinanzierung“ und die Reduktion von Treibhausgasen. Die Verhandlungen waren bisher zäh und wenig ergiebig, der Gipfel droht, wie schon der letzte in Warschau, zur Farce zu werden und an kurzsichtigen Wirtschaftsinteressen einzelner Staaten zu scheitern. Doch es reicht nicht, auf Regierungsvertreter zu schimpfen und ihnen Versagen vorzuwerfen. Klimaschutz setzt bereits in unserem direkten Lebensumfeld an und betrifft nahezu sämtliche Lebensbereiche.

Um diese Thematik wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und der politisch Aktiven vor Ort zu rücken, will der Bund Naturschutz am Freitag, den 11. Dezember um 14.00 Uhr eine Menschenkette für den lokalen Klimaschutz bilden. Von der Ecke Sigmundsgraben/Ludwigstraße bis zum Rathaus in der Klosterstraße soll ein sichtbares Zeichen  gegen die schleichende Umweltzerstörung und das fehlende Verantwortungsbewusstsein für die kommenden Generationen gesetzt werden! Dabei wird ein Brief mit konkreten Forderungen an die Politik der Stadt Hof für einen lokalen Klimaschutz von Hand zu Hand in der Menschenkette weitergegeben und an die politisch Verantwortlichen im Rathaus überreicht.

Drücken Sie Ihren – drückt Ihr euren – Unmut über die unzureichende Umsetzung klimaschutzrelevanter Möglichkeiten gemeinsam mit dem Bund Naturschutz aus, kommt am Freitag Nachmittag um zwei Uhr in die Ludwigstraße und seid Teil der Menschenkette für ein klimafreundlicheres Hof.