Kurzzeit-Chefarzt im Klinikum Fichtelgebirge – Aufklärung tut not!

Kreisvorstand

Die SPD Fichtelgebirge fordert vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Klinikums und der Geschäftsführung umfassende Aufklärung über die Umstände und das Verfahren, die zur Einstellung und umgehenden Entlassung des neuen Chefarztes der Kardiologie am Klinikum Fichtelgebirge geführt haben.

Nach den bisherigen Presseberichten gibt es eine ganze Reihe von offenen Fragen und auch Ungereimtheiten, die zu klären sind.

Insbesondere ist die Frage zu stellen, ob die handelnden Personen mit ausreichender Sorgfalt bei dieser ganz wichtigen Entscheidung für die zukünftige Entwicklung des Klinikums vorgegangen sind.

Selbst eine einfache Suchabfrage bei einem Dienst wie Google hätte unmittelbar die Haltung des Bewerbers zur Corona-Pandemie gezeigt.

Die unwissenschaftlichen Positionen von Querdenkern zu vertreten, ist mit der Tätigkeit als Chefarzt in einem öffentlichen Klinikum für uns undenkbar und unvereinbar.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat durch ihren Vorsitzender Holger Grießhammer bereits einen umfassenden Fragenkatalog an den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Landrat Peter Berek gesendet, der in der Folge auch den Medien übermittelt wird.

Wir sind insbesondere besorgt darüber, dass die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats von dessen Leitung, d.h. Herrn Berek und seinen Stellvertretern offensichtlich nicht mit ausreichenden Informationen versorgt worden sind, damit sie eine wirklich sinnhafte Entscheidung hätten treffen können.

Besonders befremdlich wirkt der Hinweis in einer thüringischen Zeitung, wonach der Bewerber einen unvollständigen Lebenslauf mit schwer nachvollziehbaren Tätigkeiten vorgelegt haben soll. Wurden keine Referenzen angefragt?

Entstehen durch diese Vorgehensweise dem Klinikum und damit am Ende dem Landkreis vermeidbare Kosten?

Die SPD Fichtelgebirge rügt weiterhin, dass auch der Kreistag, bzw. der ihn in Coronazeiten ersetzende Ferienausschuss, in seiner Sitzung am 10.5.2021 nicht über diesen Vorgang informiert wurde, obwohl eine entsprechende Gelegenheit bestand.

Kreisvorsitzender Jörg Nürnberger dazu: „Wir brauchen an unserem Klinikum vertrauenswürdige Ärzte. Coronaleugner sind hier fehl am Platz. Die Unterrichtung der zuständigen Gremien und des Kreistags war mangelhaft. Es sind noch viele Fragen offen. Aufklärung tut not.“

 

SPD Fichtelgebirge

Jörg Nürnberger

Kreisvorsitzender"

 
 

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