Artenvielfalt erhalten – Volksbegehren unterstützen

Umwelt

„Summ, summ, summ! Bienchen summt herum“, heißt es in einem bekannten Kinderlied. Die Frage lautet allerdings. Wie lange summt es noch in unserem Fichtelgebirge?
Mit Blick auf das Artensterben schlagen Wissenschaftler Alarm: Die Insektenbestände gehen dramatisch zurück, die biologische Vielfalt schwindet. Im Zeitraum zwischen 1989 und 2016 gab es einen Rückgang von ca. 75 % an Fluginsekten. Das ist eine katastrophale Entwicklung auch für uns Menschen. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten haben eine elementare Bedeutung für unsere Wild- und Nutzpflanzen, für den Bestand der Vögel und für die Nahrungsmittelproduktion. Unsere Lebensgrundlagen sind in Gefahr, wenn wir nichts tun. Wir brauchen daher dringend verpflichtende Maßstäbe für eine umweltfreundliche Landwirtschaft, der wir dann aber Ihre zusätzlichen Aufwendungen für den Artenschutz auch entsprechend bezahlen müssen.

Ein sehr breites Bündnis packt dieses Problem jetzt in Bayern an, um mit dem "Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen!" das Bayerische Naturschutzgesetz so zu ändern, dass unsere heimischen Arten wie Bienen, Schmetterlinge und Vögel auch in Zukunft überleben können. Die BayernSPD und die SPD Fichtelgebirge sind als Bündnispartner mit Herzblut dabei.

Die erste Hürde ist bereits genommen: Zur Zulassung des Volksbegehrens haben wir gemeinsam fast 100.000 Unterschriften gesammelt. Jetzt müssen sich bis zum 13.02.19 zehn Prozent der wahlberechtigten Wählerinnen und Wähler in den Rathäusern in die Listen des Volksbegehrens eintragen. Das sind etwa eine Million Menschen.
Jörg Nürnberger, der Vorsitzende der SPD Fichtelgebirge ruft alle Wahlberechtigten auf, sich am Volksbegehren zu beteiligen und sich somit für mehr Naturschutzflächen wie Blühstreifen und Hecken einzusetzen. Natur- und Artenschutz muss sich für die Bauern lohnen, deshalb muss auch die Förderung der Landwirtschaft entsprechend geändert werden und der Pestizideinsatz drastisch reduziert werden. Glyphosat und Neonicotinoide gehören verboten und den Landwirten gegebenenfalls Ertragsausfälle ausgeglichen.