
Mit 625 von 1.244 Stimmen und einer parteitaktischen schwarz-gelben Mehrheit in der Bundesversammlung ist Christian Wulff beim 3. Anlauf zum Bundespräsidenten gewählt worden. In allen drei Wahlgängen hat dabei ein erheblicher Teil des schwarz-gelben Lagers Mut und Eigenständigkeit bewiesen. Dass sie sich vom Merkelschen Machtkalkül nicht haben vereinnahmen lassen, verdient Respekt und Anerkennung.
Joachim Gauck war der Kandidat der Herzen. Er wäre der Bundespräsident für alle gewesen. Er hatte eine breite gesellschaftliche Zustimmung aus der deutschen Bevölkerung über alle Parteigrenzen hinweg. Merkel setzte letzten Endes aus Angst vor Gesichts- und Machtverlust eine parteitaktische Lösung durch. Schwarz-Gelb hat damit eine historische Chance vertan, aus der heutigen Wahl eine Sternstunde für die Demokratie zu machen.






