AKTUELLES VON DEN JUSOS FICHTELGEBIRGE

10.12.2011 - JHV: Neue Mitglieder in der Vorstandschaft

Lesen Sie dazu den Frankenpost-Artikel vom 12.12.2011:

Lesnak bleibt Vorsitzender der Jusos

Die jungen Sozialdemokraten fordern eine intensivere Beschäftigung mit der NS-Zeit. In der rechten Szene gebe es Verbindungen in den Landkreis Wunsiedel. Von Herbert Scharf

Wunsiedel -Bei der Kreisversammlung der Jusos in der Wunsiedler "Vitalscheune" unterstrich Heinz Martini vom Kreisverband der SPD die Bedeutung des SPD-Nachwuchses. Es sei wichtig, junge Menschen für die Politik und die Demokratie zu begeistern, sagte er. Immerhin könne man im Landkreis Wunsiedel die stärkste Kreistagsfraktion in Bayern aufweisen. Und man wolle auch, dass das so bleibe. Martini unterstrich dass die SPD den Kampf gegen die "ungeliebte Stimmkreisreform" noch nicht aufgegeben habe. Er appellierte an alle, nicht nur in der Weihnachtszeit Menschen, denen es nicht so gut gehe, nicht im Stich zu lassen und sich für benachteiligte Gruppen einzusetzen.

Martini unterstrich die Forderung der Jusos, die NS-Vergangenheit Deutschlands in den Schulen tiefer aufzuarbeiten. Die aktuellen Ermittlungen der Polizei gegen die braune Szene hätten ergeben, dass es hier auch Verbindungen bis in den Landkreis Wunsiedel hinein gebe.

Anschließend schilderte die OB-Kandidatin der Hofer SPD, Eva Döhla, das demokratische Verfahren in Hof für die Suche nach einem Kandidaten. Hier seien alle 380 Mitglieder der SPD angeschrieben und befragt worden. Daraus sei sie, Eva Döhla, Marketingleiterin der Diakonie Hochfranken, gelernte Journalistin und Betriebswirtin, als Kandidatin hervorgegangen. Nun seien es noch 92 Tage bis zur Wahl. Döhla erläuterte ihr Wahlprogramm, das die politische Kultur in der Stadt verbessern wolle. Der amtierende OB Fichtner mache Viel zur Chefsache. Dagegen habe sie vor der Entscheidungsfindung ganze Bürgerseminare gehalten, "in denen erarbeitet wurde, was die Leute für ihre Stadt wünschen und wollen".

In Hof gebe es viel zu tun. 3000 Leute lebten vom Arbeitslosengeld II, bei einer Bertelsmann-Studie hätten die Schulkinder nicht besonders gut abgeschnitten. Die Studie habe ergeben, dass es nicht nur Ausländerkinder, sondern auch deutsche Kinder und Jugendliche mit erheblichen Sprachschwierigkeiten in der Region gebe. Weiter stünden Themen des Nahverkehrs und der Energiegewinnung und Energieeinsparung auf dem Wahlprogramm, das sie auch mit Hausbesuchen vertrete. Ein weiteres Thema sei die Hofer Innenstadt, die neu belebt werden müsse.

Juso-Kreisvorsitzender Sebastian Lesnak blickte auf die Entwicklung des Kreisverbands in den vergangenen drei Jahren zurück und sprach von einer Aufwärtsentwicklung. Derzeit zähle man 54 Mitglieder, mit aufsteigender Tendenz. Der Kreisvorsitzende erinnerte an die Diskussion um das FOC Selb, bei der sich die Jusos nach eingehender Diskussion für das Projekt ausgesprochen hätten.

Lesnak wies auf die Unterschriftenaktion gegen die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke noch vor der Katastrophe in Fukushima und Betriebsbesuche wie im neuen Marktredwitzer Agilis-Werk hin. Weiter unterstützen die Jusos die Forderung und Bemühungen der Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder nach einer Hochschule für Marktredwitz, "die die ganze Region stärken würde", den Protest gegen den Ausbau des Atomkraftwerks Temelin und gegen ein Windkraftrad auf dem Schneeberg. In der Diskussion ging es auch um die Morde aus der rechten Terrorszene und um erhebliche Defizite bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in den Schulen.

Die Wahlen:

Sebastian Lesnak wurde als Kreisvorsitzender bestätigt. Stellvertreter ist Maximilian Martini, Schriftführer Sina Mehrhad, Beisitzer Christopher Michael, Burak Sahin und Henning Glaßer.

Und nach der Jahreshauptversammlung ging's noch zum Klettern!





-----------------------------------------------
 

02.09.2011 - Besuch auch auf dem Führerstand

Lesen Sie hierzu den Artikel in der Frankenpost: Eine Abordnung der SPD besichtigt die Bahnbetriebsgesellschaft Agilis in Marktredwitz. Für das PersonentransportUnternehmen verkehren derzeit 38 Zugeinheiten. Marktredwitz - Zu einer Besichtigung der Bahnbetriebsgesellschaft Agilis in Marktredwitz hatte der Vorsitzende des Juso-Kreisverbandes Fichtelgebirge, Sebastian Lesnak, Mitglieder der SPD eingeladen. Agilis-Marketing- und Vertriebsleiter Benjamin Regorz hieß im Konferenzraum rund 30 Besucher, darunter auch Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder, willkommen. Er gab zunächst den Gästen einen groben Überblick über sein Unternehmen. Wie er sagte, wurde im Jahr 2009 mit dem Betriebsaufbau begonnen. Am 12. Juni dieses Jahres sei der Fahrbetrieb aufgenommen worden.

Nun betreibe die Gesellschaft ihr Netz mit 38 Zugeinheiten mit je 101 Sitzplätzen, sagte Regorz. Zu regelmäßigen Zeiten verkehrten die Züge auf der Strecke Marktredwitz - Bayreuth. In Kirchenlaibach könnten die Fahrgäste umsteigen und über Lichtenfels bis Bad Rodach weiterfahren. Der Betrieb der Strecke Marktredwitz - Hof solle ab Dezember 2012 aufgenommen werden. Die Richtungen Weiden und Eger würden weiterhin von der Vogtlandbahn bedient. Wie Regorz sagte, betreibt die Gesellschaft nur die Beförderung von Personen. Eine größere Wartungs-Einheit einschließlich eines Verwaltungsgebäudes, die geplant gewesen seien, werde es aber bis auf Weiteres nicht geben. Ohne weitere Ausschreibungserfolge und der damit verbundenen Vergrößerung des Netzes werde man den Bau nicht erweitern, stellte der Vertriebsleiter fest.

Werkstattleiter Uwe Meichner führte die Besucher anschließend durch seinen Bereich. Er informierte über Wartungsintervalle für die Züge. Nach seinen Worten werden diese anfangs alle 5000 Kilometer und später alle 20 000 Kilometer einer gründlichen Inspektion unterzogen. Mit einer 320 PS starken Trieb-Einheit könne man eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern fahren. Im Moment seien in der Werkstatt sieben Leute beschäftigt, Mitte September komme ein achter Mitarbeiter hinzu. Die Besucher konnten einen Zug einschließlich Führerstand von innen sowie einen riesigen Motorblock, der in der Halle gelagert ist, besichtigen. Einige nahmen es ganz genau und stiegen hinab in die Wartungs-Grube, um den Zug auch von unten anzusehen. G. Rasp

 

16.05.2011 - Mundfunk bei den Sommerfesten

Lesen Sie hierzu den Artikel in der Frankenpost:

Marktredwitz - Dass es die "Sozis" derzeit nicht leicht hätten und sie daher den aktiven Genossen in den Ortsvereinen danke, sagte Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger bei der Jahreshauptversammlung der Marktredwitzer SPD. Die Stimmung in der Bundes-SPD sei derzeit nicht so gut. Es gebe zurzeit wenig Themen, mit denen die SPD punkten könne, "jetzt, nachdem mit der CDU-Kehrtwende bei der Atompolitik der letzte Gegensatz zwischen Grünen und Union weggefallen ist". Als einen Grund für die wenig berauschenden Umfrageergebnisse der SPD nannte Ernstberger die Journalisten. "Die sind überwiegend grün angehaucht und liebäugeln mit einem Schwarz-Grünen Experiment."

Etwas anders sah es ein Marktredwitzer SPD-Mitglied. Der Mann beklagte, dass die Bundesgenossen bei Themen wie dem Mindestlohn zu wenig Profil zeigten und die Politik für ältere Menschen nicht auf der Agenda hätten.

"Das stimmt so nicht. Aber wir sind in der Opposition, und jeder unserer vielen Gesetzesentwürfe landet im Papierkorb der Regierung."

Die Bundestagsabgeordnete will dem von ihr beklagten medialen Desinteresse Präsenz bei den Festen und Veranstaltungen im Sommer entgegensetzen. "Hier können wir über den Mundfunk unsere Ideen und Ziele an den Mann und die Frau bringen", sagte Petra Ernstberger.

Der Juso-Kreisvorsitzende Sebastian Lesnak berichtete den SPD-Mitgliedern vom Lebensgefühl der jungen Menschen im Landkreis. Demnach bestimme derzeit vor allem die Angst vor der Atomkraft die Diskussionen. Als Hoffnung für die Stadt Marktredwitz bezeichnete Lesnak die mögliche Fachhochschule. "Dies trägt dazu bei, dass junge Leute in ihrer Heimat bleiben." M. Bäu.

02.02.2011 - "Ich bin da zufällig reingeschlittert"

Lesen Sie hierzu den Artikel in der Frankenpost

Miriam Ohlendorf und Sebastian Lesnak sind Exoten. Sie engagieren sich als Vorsitzende der JU beziehungsweise der Jusos aktiv in der Politik.

Politik gilt vielen Jugendlichen als angestaubt und etwas für gesetztere Herrschaften. Was ist bei Ihnen anders gelaufen als bei den meisten jungen Leuten ?

Miriam Ohlendorf: Es gab keinen bestimmten Auslöser. Ich wollte einfach wissen, was politisch vor Ort los ist.

Sebastian Lesnak: Eigentlich bin ich rein zufällig in die Politik geschlittert. Zunächst war ich bei Junges Rawetz (eine überparteiliche Gruppierung) dabei, ein Jahr später, mit 16 Jahren, habe ich mich für die SPD entschieden, da ich mich hier politisch engagieren wollte.

Was reizt Sie an der politischen Arbeit ?

Lesnak: Ich habe mich ebenfalls schon immer für Politik interessiert, auch wenn das bei einem Mittelschüler als ungewöhnlich gilt. Leider verkomplizieren die meisten Politiker die Inhalte derart, dass sie für junge Menschen nur noch langweilig wirken. Ich will mich dafür einsetzen, die Inhalte verständlicher auszudrücken.

Ohlendorf: Was sich aktuell politisch tut, ist unglaublich spannend und betrifft jeden Einzelnen. Mir reicht es nicht, Politik nur im Fernsehen und in der Zeitung zu verfolgen. Ich will mich einmischen. Wenn ich es nicht täte, würde ich wahrscheinlich denken, "die da" würden alles ohne mich entscheiden.

Wie wurden Sie in der Partei aufgenommen:?

Ohlendorf: Auf jeden Fall gut! Ich erfahre viel Unterstützung in der Partei. Super finde ich, dass ich selbst mit 14 Jahren, als ich in die JU eingetreten bin, nie von oben herab behandelt, sondern immer ernst genommen wurde.

Lesnak: Ich war überrascht, wie freundschaftlich ich behandelt werde. Es ist möglich, hier etwas zu bewegen, das hat mich so begeistert, dass ich auch meine Freunde zu einem Engagement in der SPD und bei den Jusos überreden konnte. Wir haben derzeit in Marktredwitz drei SPD-Mitglieder unter 18 Jahren.

Planen Sie eine politische Karriere ?

Lesnak: Wie schnell eine Karriere verlaufen kann, habe ich erfahren. Kaum war ich zwei Wochen bei der SPD, war ich schon Juso-Kreisvorsitzender, und das mit damals 16 Jahren als jüngster in ganz Bayern. Ungewöhnlich ist auch, dass ich als tschechischer Staatsbürger ein derartiges Parteiamt bekleide. Eine Karriere im landläufigen Sinne plane ich nicht. Wenn ich in ein Amt gewählt werde, nehme ich es aber an.

Ohlendorf: Ich möchte neben meinem Studium des Steuerrechts an der Beamtenfachhochschule in Herrsching noch Zeit finden, mich in der Jungen Union zu engagieren.

Welche politischen Anliegen sind Ihnen wichtig ?

Lesnak: Mich bewegt die Atompolitik, ich bin für den Ausstieg. Regional setzte ich mich für das FOC in Selb ein, da dies eine Chance für die Region ist und für eine ebenso bedeutende Hochschule in Marktredwitz.

Ohlendof: Es ist wichtig, dass junge Menschen nicht übergangen, sondern gehört werden. Dafür will ich mich einsetzen. Das Gespräch

führte Matthias Bäumler

 

--------------------------------------------------------------------------

04.11.2010 - Kreisvorsitzender Sebastian Lesnak zu
Stuttgart 21: "Schwachsinniges Projekt"

"Was gerade in Stuttgart, los ist, habe ich selten erlebt. Bei den friedlichen Demonstrationen möchte die Bevölkerung von Stuttgart und Umland nur so ein schwachsinniges Projekt der Regierung und der DB stoppen. Dieses Projekt kostet viele Milliarden Euro. Die Bahn versteht einfach nicht, dass so ein Projekt unsinnig ist.Was die Bahn-Chefs und der Stuttgarter Oberbürgermeister machen, ist gegen das Grundgesetz, und dabei wird auch die Meinungsfreiheit unterdrückt. Ich hoffe, dass dieser Bau durch die Demos nicht zustunde kommt. Man sollte das Geld zum Beispiel in die Elektrifizierung investieren, hier in Oberfranken oder in ganz Deutschland."

--------------------------------------------------------------------------

04.11.2010 - Jusos gegen Atomkraft

Die Jusos der SPD Fichtelgebrige setzten sich dafür ein, dass in Deutschland die Kernkraftwerke möglichst bald abgeschaltet werden. Deshalb ist die Jugendorganisation der SPD auch dagegen, dass im Nachbarland Tschechien zwei neue Kernreaktoren gebaut werden.Aus diesem Grund haben die Jusos im Fichtelgebirge bereits im August dieses Jahres einen Brief an das tschechische Umweltministerium in Prag geschrieben. In dem Schreiben ging es um den Widerspruch gegen den Ausbau des dritten und vierten Kernreaktors in Temelin. In den Brief erwähnte Kreisvorsitzender Sebastian Lesnak, wie gefährlich dieser weitere Ausbau sei.

"So ein Ausbau ist einfach zu gefährlich! Wenn es zu einer Katastrophe kommen sollte wie in Tschernobyl, wäre der Landkreis Wunsiedel noch im Evakuations-Gebiet. Das bedeutet, alle Einwohner des Landkreises müssten ihre Häuser verlassen." Offenbar hat der Brief an das tschechische Ministerium wohl keinen Sinn, heißt es in einer Pressemitteilung der Jusos. Denn: Nach eineinhalb Monaten haben die Juso noch immer keine Antwort zu dem Widerspruch bekommen. "Es wäre sinnvoller an die EU in Brüssel zu schreiben, wenn die Regierung in Prag die Sache wohl nicht ernst nimmt", schreibt Lesnak.

--------------------------------------------------------------------------

22.05.2010 - Unterschriften für Atom-Ausstieg


Von Links: Holger Grießhammer, Ulrich Scharfenberg, Petra Ernstberger, Sebastian Lesnak, ganz rechts Ewald Schurer.

AKTION - Die Juso-Gruppe Fichtelgebirge sammelte am Samstag auf dem Castelfranco-Emilia-Platz in Marktredwitz Unterschriften für den Atom-Ausstieg in Bayern.
In Schutzanzügen informierten die Atomkraft-Gegner über "Gefahrenpotenziale der bestehenden Kraftwerke und den ewig strahlenden Atommüll, der in Deutschland deponiert wird". 185 Passanten trugen sich in die Liste ein, darunter auch Besucher aus Tschechien. Kreisvorsitzender Sebastian Lesnak, der mit dem Ergebnis zufrieden war, konnte auch die Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger und Ewald Schurer sowie Ulrich Scharfenberg (SPD Hochfranken) und Kreisvorsitzenden Holger Grießhammer am Info-Stand begrüßen.

--------------------------------------------------------------------------

19.02.2010 - Jusos sprechen sich für FOC in Selb aus

Selb/Wunsiedel - Für die Jusos des neu gegründeten Kreisverbandes Fichtelgebirge ist der Ausbau des FOC in Selb keine Gefahr, sondern eine Chance für die Region. Dieser Standpunkt sei bei der jüngsten Sitzung des Kreisverbandes formuliert worden, heißt es in einer Mitteilung.

Nach einer langen Sitzung sei festgelegt worden, dass der Ausbau des FOC keine Gefahr darstelle. Es sei normal, das es im Einzelhandel Konkurrenz gibt. "Das Image als Hochfranken wurde sehr stark geschädigt! Wenn über diesen Streit sogar überregional diskutiert wird, sollte man sich überlegen, was eigentlich hier bei uns in Hochfranken los ist", heißt es in der Mitteilung weiter.

Über den Streit werde sogar im tschechischen Landkreis Karlsbad gesprochen. Allerdings zeigen die Jusos auch Verständnis für die klagenden Parteien: "Wir verstehen natürlich alle Oberbürgermeister und Bürgermeister, die die Klage eingereicht haben. Jeder will für seine Stadt kämpfen." Leider habe Selb in den vergangenen Jahren viel verloren. "Wir sollten Selb eigentlich auch mal etwas gönnen. Nach dem Gutachten sollten eigentlich die Städte die Klage zurückziehen", so die Jusos abschließend.

Quelle: Selber-Tagblatt